Allgemeine Informationen über Markgröningen

Kurze Stadtgeschichte von Markgröningen, der ehemaligen Reichsstadt, mit historischem Stadtrundgang in Bildern.

Link zur Stadtverwaltung

 

Altes Stadtbild

 

Markgröningen oder "Gröningen" wie es seine Bewohner noch heute nennen, wurde Im Jahr 779 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda urkundlich erstmals erwähnt. Während seiner wechselvollen Geschichte konnte es sein mittelalterliches Stadtbild mit zahlreichen historischen und kunstgeschichtlich bedeutsamen Bauten weithin erhalten. Ein ausgeschilderter Stadtrundgang (siehe unten) führt den Besucher durch diese Musterstadt alemannischen Fachwerks.

 

Sie kam spätestens unter Friedrich Barbarossa 1190 an die Staufer, um 1242 wurde die Siedlung zur Reichsstadt erhoben. Sie war Reichslehen und mit der Reichssturmfahne verbunden. 1336 erwarb das Haus Württemberg die Stadt und machte sie zum Mittelpunkt eines Amtes, später Oberamtes. 1807 verlor die Stadt ihre zentralen Aufgaben an die 1718 zur Stadt erhobene und rasch aufstrebende Residenz Ludwigsburg.

 

Von wesentlicher Bedeutung für Markgröningen war die 1297 geweihte Niederlassung des Heilig-Geist-Ordens. Das imposante Pfründehaus, die Kirche und der Spitalfruchtkasten beherrschen noch heute das Stadtbild im Süden.

 

Seine große Blütezeit erlebte Markgröningen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Zahlreiche des heutige Stadtbild prägende Gebäude stammen noch aus dieser Epoche, beispielsweise das 1414 erbaute "Ratstüble" oder das Gasthaus "Krone" (1475), beide umrahmen das 1441 errichtet Rathaus und verleihen mit diesem dem Marktplatz seine unverwechselbare Gestalt.

 

Bekannt ist Markgröningen auch durch den Schäferlauf. Ein erster Hinweis auf dieses Fest findet sich in einer Rechnung des Spitals von 1445. Alljährlich am letzten August Wochenende treffen sich traditionsgemäß Schäfer aus dem ganzen Land in Markgröningen. Auch nach der Abschaffung der Zünfte hat sich dieses Fest in seinem Ablauf im Kern fast unverändert erhalten.

 

Im Jahr 1973 wurde der im Enztal liegende Ort Unterriexingen, Ersterwähnung 793, in die Stadt eingegliedert. Bis 1806 teilte sich Württemberg die Herrschaft mit dem jeweils ansässigen Ortsadel, danach ging sie ganz auf das Königreich über. Das Schloss aus dem 18. Jahrhundert wurde 1813 unter Einbeziehung des mittelalterlichen Bergfrieds umgebaut. Die Frauenkirche (Ende 14. Jh.) war ursprünglich eine Wallfahrtskirche, südwestlich des Dorfes gelegen.

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Rathaus

Marktplatz

 

Es ist der schönste Fachwerkbau Süddeutschlands. Erbaut  wurde dieses Fachwerkhaus 1441. Zuerst war es ein Kaufhaus mit einer offenen Laube. Im 18. Jahrhundert wurde diese Laube geschlossen. Bis dahin verkauften Bäcker und Metzger ihre Waren im Erdgeschoß. Im 1. Stock war der Wollmarkt. Das Bürgermeisteramt befand sich im 2 Stockwerk. Die Ratsstube war gleichzeitig der Gerichtssaal. An der Giebelwand befand sich unten ein Waaghäusle. Erst im Jahre 1862 baute man eine Innentreppe. Vorher mußten alle, die in die oberen Stockwerke wollten, über die Außentreppe gehen. Seit dieser Zeit dient das Rathaus nur noch Zwecken der Stadtverwaltung. Das Gebäude ruht auf 54 Tragsäulen. 3 Stockwerke sind aus Eichenholz, die obern 3 Stockwerke sind aus Fichtenholz gebaut. Für das Rathaus wurde so viel Holz gebraucht, daß man 57 Fachwerkhäuser damit hätte bauen können. 

Marktbrunnen

Marktplatz

 

Er wurde 1499 gebaut. Die Figur wurde erst später darauf gesetzt. Sie Stellt Herzog Ludwig dar. Er trägt einen Schild mit den Wappen von Württemberg, Teck, Markgröningen, Mömpelgard, sowie die Jahreszahl 1580. Das Wasser für den Brunnen kam durch eine Leitung vom Leudelsbach. Ein Marktbrunnen deckte nicht  nur den täglichen Wasserbedarf der Haushalte. Er war auch Viehtränke und Löschteich.

Stadtmauer

Marktbrunnengäßle

 

Dieser Nachbau unserer Stadtmauer mußte im Jahr 2000 einem Altersheim Neubau weichen und wurde leider abgerissen.

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Stadtmauer

Helenenstraße

 

Mauerrest in Originalhöhe und -dicke mit Schießscharten, heute einbezogen in eine Scheunenrückwand. Mitte des 19. Jahrhunderts hat man die Zwingmauer, Wall und Graben eingeebnet und Teile der Stadtmauer abgebrochen.

Schloß

Helene Lange Gymnasium

 

Als Reichsburg um 1240 errichtet, etwa ab 1250 weiter ausgebaut. 1481 unter Graf Eberhard im Bart Erweiterung und Umbau zum Schloß, Aufbewahrungsort der alten Reichssturmfahne. 1742 Teilabbruch. Die Steine wurden u.a. zum Bau der Residenz in Ludwigsburg verwendet. 1808 Neubau: Strafanstalt, später Waisenhaus. Ab 1873 Lehrerinnenseminar, heute Aufbaugymnasium.

Obere Kelter

Im Zwinger

 

1491 herrschaftliche Kelter mit vier "Bäumen" (Weinpressen) erbaut. Kopf- und Fußstreben der "Mann" -Konstruktion sind bereits verzapft. Das Fachwerk ist im ursprünglichen mittelalterlichen Farbton gestrichen worden.

 

 

 

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Untere Kelter

Hintere Schloßgasse

 

Etwa 1560 an Stelle einer älteren Zehntscheuer errichtet, im 18. Jahrhundert zum Steinhaus ausgebaut, wie es sich heute noch darstellt. Ursprünglich reiner Speicherbau mit Kellerpforten und Kranluken. 1852 wurde eine Kelter eingebaut.

Fachwerkhaus

Schloßgasse 8

 

Das älteste Fachwerkhaus Markgröningens wurde 1347 als giebelständiges Ackerbürgerhaus erbaut. Der Anbau mit traufständigem Dach und Verkürzung des Giebels wurden um 1670 vorgenommen.

 

 

Zehntscheuer

Schloßgasse 19

 

Eine der vier städtischen Sammelstellen des Amtsbezirks Gröningen für die Naturabgaben (Zehnt). 1790 unter Carl Herzog zu Württemberg in Bruchsteinmauerwerk gebaut, anstelle eines 1564 errichteten Gebäudes. Im Torbogen die Inschrift CHZW (Carl Herzog zu Württemberg) 1790 geb. O.Amtm. Frey. Heute Städtisches Museum.

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Landesfruchtkasten

Schloßgasse 23

 

1495 unter Herzog Eberhard im Bart als Speicher gebaut. Im Herzogtum Württemberg wurden insgesamt vier derartige Getreidespeicher für Notzeiten errichtet. Alemannisches Fachwerk mit "angeblatteten" und sich kreuzenden Kopf- und Fußstreben (Wilder Mann) auf steinernem Erdgeschoß.

Torturm

Oberes Tor

 

Das Obere Tor wurde 1555 unter Herzog Christoph der heutige Torturm an Stelle eines älteren, Schlosseigenen Torturms errichtet. Die Bürger der Stadt erbauten davor einen Außentorturm. Diesen Außentorturm riss man 1852 wieder ab. 1847 wurde das Ortsgefängnis vom Haspelturm der Stadtmauer in diesen Turm verlegt.

Wimpelinhaus

Wimpelingasse 2

 

Patrizierhaus mit Lagergebäuden für Handelsware. Erbaut 1630 (mitten im 30 jährigen Krieg!). Zierfachwerk und das Portal im Renaissance-Stil sind spätere Änderungen und Hinzufügungen. Die Wimpelins waren ein vornehmes Patriziergeschlecht, das vom Ende des 15. Jahrhunderts bis etwa 1660 in Markgröningen lebte. Ihr Wappen zeigt einen steigenden Löwen.

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Bürgerhaus / 69 KB

Bürgerhaus 14 / 57 KB

15

 

Bürgerhaus

Finstere Gasse 9

 

Erbaut 1606 mit steinernem Erdgeschoß. Das Fachwerk ist verzapft. Nur vereinzelt ist die "Mann" -Konstruktion (lange Fußstreben, kurze Kopfstreben) erkennbar. Beachtenswert sind die alemannischen Fenstererker.

Bürgerhaus

Finstere Gasse 4

 

Um 1475 gebaut mit bis zum Boden reichendem Fachwerk, dessen Kopf- und Fußstreben in "Wilder Mann" -Konstruktion (überkreuzende Streben) angeblattet und mit Holznägeln verkeilt sind. Im 1.Stock ist noch das Bohlenfachwerk sichtbar.

Ackerbürgerhaus

Finstere Gasse 7

 

 

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Gasthaus Krone

Marktplatz

 

Es wurde 1475 zwischen den Einmündungen der Finsteren Gasse und der Gerbergasse gesetzt und hat, um den Marktplatz nicht zu sehr einzuengen, nur eine geringe Tiefe. Seit Ende des 17. Jahrhunderts historische Schäferherberge.

 

Brunnen

Marktplatz

 

Über Jahrhunderte hinweg hatte der Marktplatz zwei öffentliche Brunnen. Hier stand ein Ziehbrunnen, der 1871 einem gusseisernen Pumpenbrunnen weichen mußte. Da die Privathäuser nach und nach Anschluss an die Wasserleitung bekamen, wurde der mittlerweile überflüssige Brunnen nach dem 1.Weltkrieg beseitigt.

Barockes Bürgerhaus und Scheuer

 

Das 1714 errichtete barocke Gebäude weist eine gleichmäßige Reihung der Fenster an Vorder- und Rückseite auf. Das verputzte Fachwerk war nie "auf Sicht" gebaut

Die Toreinfahrt der Scheuer trägt die Inschrift "Johann(es) Vimpelin A(nno) D(omini) 1609". Seit 2001 beherbergt die Scheuer die städtische Altenbegegnungsstätte.

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19

Ev. Parrhaus / 68 KB

Bartholomäus Kirche / 31 KB

 

Lateinschule oder auch als "Alte Sakristei" bekannt.

Kirchplatz 7

 

Das Gebäude wurde über 100 Jahre als Wirtschaft unter dem Namen "Alte Sakristei" betrieben. Bis 1806 war in diesem Gebäude die Lateinschule der Stadt Markgröningen untergebracht, die bereits 1354 ihre erste Erwähnung fand, noch zur Zeit der reichsstädtischen Blüte der Stadt. Das jetzige Wohnhaus wurde aber wohl ursprünglich gar nicht als Schulhaus, sondern eher als Wohnhaus gebaut. Das Erbauungsdatum ist um das Jahr 1486 datiert worden. Aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft zur Bartholomäuskirche ist zu einem unbekannten Zeitpunkt das Gebäude als Lateinschule genutzt worden.

 

 

Ev. Pfarrhaus

Kirchplatz 9

 

 

Bartholomäuskirche

Kirchplatz 1

 

Errichtet als dreischiffige Basilika von 1256 bis 1280, ursprünglich von Peter und Paul später dem Zunftheiligen der Schäfer geweiht. Evangelische Stadtkirche mit dem Grabstein des Grafen Hartmann von 1280 birgt sie das älteste Grabmal eines Angehörigen des Hauses Württemberg. Das Chorgestühl wurde um 1300 von Aberlin Jörg erbaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie im 15. Jahrhundert.

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Vogteigebäude

Kirchgasse 6

 

Erbaut 1476 als Sitz des Stadtvogtes. Sehr schönes Fachwerk (verschiedene Mann Konstruktionen). Schriftband über dem gotischen Toreingang: " O GOT Gnad VNS", die Jahreszahl 1476 teils in römischen (DD: 500 + 500 = 1000), teils in gotischen Ziffern (476, die Vier als halbe Acht, die Sieben liegend).

Heilig-Geist-Spital

Unteres Tor

 

Als Einrichtung der Kranken- und Armenpflege sowie als Pilgerherberge unmittelbar nach der Stadterhebung von den Bürgern gestiftet und spätestens 1258 mit Ordensbrüdern besetzt. Das Pfründehaus wurde an Stelle älterer Gebäude 1509 unter Spitalmeister Betz, dessen Wappen einen Bären zeigt, als Teil eines großen Klosterhofes gebaut. 1977-1980 renoviert.

Spitalkirche

Spital Gasse

 

1297 wurde das Spital geweiht. Aus dieser Zeit blieb der Chor mit dem Triumphbogen erhalten. Das 1799 abgebrochene Kirchenschiff bildete mit dem Spital ursprünglich eine Einheit. Unter Spitalmeister Betz wurde 1512 der Turm und die Sakristei errichtet. 1980 wurde der Kirchenraum angebaut.

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Selbanderhaus

Wettegasse 5

 

1466 wurde dieses Gebäude als "Doppelhaus" errichtet. Es ist vom Keller bis zum Dachfirst mit einer durchgehenden Trennwand in zwei eigenständige Wohneinheiten aufgeteilt. Ursprünglich reichte das Fachwerk bis auf einen niederen Steinsockel herunter, später wurde das Erdgeschoßfachwerk ummauert.

Wette

Wettegasse

 

Bevor der heutige Marktplatz angelegt wurde, noch vor der Stadterhebung, befand sich hier das Zentrum des Dorfes "Gruoningen". Hier war auch die älteste Wasserstelle des Ortes, ursprünglich ein Brunnen mit Pferdeschwemme. Im 18. Jahrhundert baute man das Brunnenhäuschen und setzte zwei Pumpen.

Vollandhaus

Ostergasse

 

Das drittälteste Haus der Stadt (1406). Das Fachwerk wurde nachträglich verputzt. Ein Erker auf der Nordwestecke ist noch nach mittelalterlicher Art mit halbrunden Ziegeln gedeckt (Mönch-und-Nonnen - Technik). Das Haus kam wahrscheinlich 1542 in den Besitz der Vollands, damals einer der wohlhabendsten und einflussreichsten Familien Württembergs.

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Geistliche Verwaltung

Wettegasse

 

Nach der Reformation wurde 1553 unter Herzog Christoph das Kirchengut zusammengefasst und der Geistlichen Verwaltung unterstellt, die u.a. für die Besoldung der Pfarrer und Lehrer verantwortlich war. Die Naturalabgaben wurden in der kirchlichen Zehntscheuer (von 1712 an im Garten der heutigen Apotheke) gesammelt.

1807 wurde die gesamte königliche Finanzverwaltung reformiert und das nun entstandene Kameralamt Markgröningen 1817 aufgelöst.

Stadtmauer

An der Mauer

 

Dieser Mauerrest von sieben Metern Höhe mit Wehrgang und Schießscharten wurde beim Abriss einer Scheune freigelegt. An der linken Seite stand ein Rundturm, in dessen unterem teil sich das verlies befand. Die Gefangenen wurden mit einer Seilhaspel in den lichtlosen Raum hinunter gelassen, deshalb "Haspelturm".

Weingärtnerhaus

Ostergasse 19

 

Neben Ackerbürgern, Handwerkern und Kaufleuten spielten die Weingärtner (Wengerter) im Stadtleben eine wichtige Rolle. Ein typisches "Wengerterhaus" hat ein rundbogiges Kellerportal an der Giebelseite, es fehlen ihm aber Stall und Hofraum. Im Stadtgebiet kann man noch mehrere Häuser an solchen Kellerportalen als Weingärtnerhäuser erkennen.

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Markgröningen aus der Vogelperspektive

 

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Norden

Norden

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West

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Süd

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Süd

Ost

Ost

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Schäferlauf in Markgröningen

 

Seit etwa 1200 züchtete man Schafe in der hiesigen Gegend, um Wolle, Milch und Fleisch zu haben.

Von altershehr war es ein Makel unter den Schäfern, der Unehrlichkeit bezichtigt zu werden. Darum hielten sie fest zusammen und enthielten sich jeder unehrlichen Tätigkeit. Um ihre Anerkennung zu wahren, gründeten sie so genannte "Zünfte". Die Schäferzunft gab den einzelnen Schäfern Sicherheit.

 

Der Sage nach hatte der Graf Hartmann von Grüningen einen Schafknecht mit Namen Bartholomäus mit dem hüten seiner Schafherde betraut. Es gab aber Leute um den Grafen, die dem Schafknecht seine Aufgabe nicht gönnen wollten. Diese erzählten dem Grafen, sein Schafknecht verkaufe heimlich Schafe aus seiner Herde und behalte das Geld für sich. Der Graf überprüfte das auf seine Art, indem er sich als Metzger verkleidete, unter das Volk mischte und dem Schafknecht ein Schaf abkaufen wollte. Der Schafknecht Bartel jedoch verkaufte nicht, und so stellte der Graf fest, daß er einen ehrlichen Schafknecht hatte. Er war ihm dankbar und stiftete zum Bartholomäus Tag (24. August) das Markgröninger Schäferfest.

 

Die erste geschichtliche Spur des "Schäfermarktes zu Markgröningen" findet sich in einer Rechnung des Spitals aus dem Jahre 1443. Seit mehr als 500 Jahren kommen nun alljährlich aus dem ganzen Land die Schäfer zum Zunfttreffen am Bartholomäus-Tag nach Markgröningen, um ihren Ehrentag zu begehen. Früher stand am Anfang des Festes der Wollmarkt, die Tagung der Zunft und des Zunftgerichtes und die Aushändigung der Meisterbriefe, dann erst begann das festliche, vergnügliche Treiben. Unverändert ist der absolute Höhepunkt des Festes geblieben: Der Festzug der Schäfer in die Kirche und der Wettlauf der Schäferinnen und Schäfer barfuss auf dem 300 Schritt langen Stoppelfeld, sowie ihre Krönung zu Schäferkönigin und Schäferkönig. 

 

Zehntausende Besucher kommen jedes Jahr nach Markgröningen zu diesem alten Volksfest.

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Besenwirtschaft

 

Markgröningen ist unter anderem auch bekannt durch seinen Wein und seine Besenwirtschaften.

Wo kommt der Name "Besenwirtschaft" her?

Die älteste Möglichkeit, Wein dort zu probieren, wo er gewachsen ist, bieten die Besenwirtschaften. Sie gehen, man höre und staune, auf Karl den großen (747-814) zurück, der sich nicht nur um die Verbreitung des Weinbaus in seinem Reich, sondern um den Absatz des Weines sorgte. Er ordnete an, das Winzer, die ihren Wein direkt an den Trinker verkaufen wollen, dies durch einen ausgehängten Kranz (corona de racemis) kenntlich zu machen hätten.

 


 

Routenplaner

Nach Markgröningen

 

 

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Copyright © 2000 Andreas Zietemann

Stand: 19.02.2013

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